Mordsdrohungen

Die israelische Regierung unter Ariel Sharon hat öffentlich ihre Absicht erklärt, Yasser Arafat zu ermorden. Scharon bekräftigte mehrmals seine Mordsdrohungen gegen den palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat. Zum Beispiel sagte Scharon in einem Radiointerview am 04.04.2004, er fühle sich nicht mehr an das Washington vor drei Jahren gegebene Versprechen gebunden, Arafat keinen körperlichen Schaden zuzufügen. Die Umstände hätten sich geändert.

"Wenn der Tag dafür gekommen ist, im geeigneten Moment, und wenn die Bedingungen stimmen, werden wir entscheiden, was wir mit ihm tun", sagte Scharon in Bezug auf Arafat im israelischen Rundfunk am 21.09.2004. So wie Israel einen "geeigneten Moment und die günstige Gelegenheit" abgewartet habe, um sich "um die Hamas-Führer zu kümmern", werde es auch mit dem Palästinenserpräsidenten verfahren. Israel hatte die Hamas-Führer Jassin und el Rantisi im Frühjahr 2004 mit gezielten Luftangriffen ermordet.

Ehud Olmert, Israels damaliger stellvertretender Regierungschef, schließe die Ermordung Arafats nicht aus. Diese Möglichkeit werde nach der Entscheidung des Sicherheitskabinetts, Arafat zu entfernen, unter anderem erwogen. Das sagte Olmert am 14.09.2003 im israelischen Rundfunk.

Arafat zeigte sich von den Todesdrohungen der israelischen Regierung unbeeindruckt. "Um mich mache ich mir keine Sorgen", sagte Arafat am Samstag Journalisten in Ramallah. "Ich sorge mich nur um mein Volk."

  
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